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RIOJA BLOG

So schmeckt Rioja III / Weiß & Rosé

Die erste Vorstellung, wie rote Riojas schmecken, habe ich Ihnen ja bereits im letzten Beitrag an die Hand gegeben. Oder soll ich sagen: in den Mund gelegt? Aber es gibt ja nicht nur Rotwein in der Rioja. Wie schmeckt also weißer Rioja und wie schmeckt der Rosé?

Fangen wir beim Rosé an, dem „Rosado“, wie er in Spanien genannt wird. Da Rosé aus den gleichen Rebsorten hergestellt wird wie die Rotweine, sollte es Sie nicht verwundern, dass wir insbesondere bei den Fruchtaromen ähnliche Eindrücke haben wie beim Rotwein. Wenn da nicht ein kleiner Haken wäre. Der Haken, dass für den Rosado viel mehr Garnacha verwendet wird, als bei den Rotweinen. Häufig werden die Rosés sogar rebsortenrein aus der Rebsorte Garnacha tinta gekeltert, da diese sich für die Herstellung von Rosé sehr bewährt hat und hervorragende Ergebnisse hervorbringt. Garnacha Rosados beeindrucken mit einer feinen Frucht zusammen mit den auch bei den Rotweinen erwähnten, leicht floralen Noten. Diese Paarung macht die Weine sehr zugänglich und angenehm, sowohl als Solisten, wie auch als Begleiter zu sommerlichen Speisen wie Salaten.

Bei den Weißweinen aus der Rioja ist es schon etwas komplizierter, da hier große Veränderungen stattfinden. Neben den klassischen Rebsorten für Weißweine wurden in den letzten Jahren neue Rebsorten zugelassen. So dürfen inzwischen mit Verdejo und Sauvignon Blanc auch bekannte und recht aromatische Rebsorten verwendet werden. In naher Zukunft sogar rebsortenrein. Das wird den Geschmack von Weißweinen aus der Rioja deutlich verändern. Bislang macht die Rebsorte Viura deutlich über dreiviertel des Anbaus weißer Rebsorten aus. Somit ist es hier erst einmal am wichtigsten, das typische Geschmacksprofil von Viura – die in anderen Regionen Spaniens auch Macabeo genannt wird – zu beschreiben. Oft werden früh trinkbare, frisch- fruchtige und eher leichte Weine mit harmonischer Säure erzeugt. Gelegentlich findet man auch etwas blumige Noten.

Bis hierhin habe ich jedoch nur von Weißen und Rosados geschrieben, die ohne den Einfluss von kleinen Eichenholzfässern – den Barriques – ausgebaut werden. Der Fassausbau jedoch verändert den Geschmack der Weine auch. Zum Teil sogar erheblich. Mehr dazu aber im nächsten Beitrag der Reihe „So schmeckt Rioja“ …