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RIOJA BLOG

Glossar

A

Assemblage

Unter Assemblage versteht man den Verschnitt mehrerer Rebsorten zu einem Wein. Die Sorten werden in der Regel getrennt gekeltert und erst während des Fassausbaus vom Kellermeister assembliert. Durch die Kombination verschiedener Trauben mit ihren spezifischen Vor-und Nachteilen erhält man einen Wein mit sehr ausgewogener Struktur, Zucker-Säure-Balance und Aromatik, der oft komplexer ist als ein reinsortiges Gewächs. So gewinnt in der Rioja der rote Tempranillo etwa durch die Beigabe von Garnacha Tinta an Körper und die weiße Viura durch den Verschnitt mit Malvasía an Schmelz.

B

Barrique

Barrique nennt man ein kleines Eichenfass mit 225 Litern Fassungsvermögen. Viele große Weine der Welt werden im Fass gereift (in der Fachsprache: ausgebaut). Während des Barrique-Ausbaus gewinnen sie durch den Aromenaustausch mit dem Eichenholz ein komplexes Bouquet mit Röst- und Gewürznoten wie getoastetem Brot, Vanille, Nelke, Zimt oder Kokosnuss. Außerdem gibt das Fass Tannine an den Wein ab, die ihm Körper, Struktur und Lagerpotenzial verleihen. In der Rioja hat der Barrique-Ausbau eine lange Tradition und ist heute Pflicht für die Qualitätsstufen Crianza, Reserva und Gran Reserva. Traditionell werden Fässer aus amerikanischer und französischer Eiche verwendet. 1,2 Millionen Barriques lagern zurzeit in den Bodegas der D.O.Ca Rioja.

 

Bodega

Bodega ist das spanische Wort für Keller oder Kellerei. Die Rioja zählt 595 Bodegas, die zu einem großen Teil keine eigenen Weinberge besitzen, sondern von rund 19.000 Winzern mit Trauben beliefert werden. 364 davon sind so genannte Bodegas de Crianza, das heißt, sie füllen ihren Wein nicht als Jungwein ab, sondern lassen ihn in Fass und Flasche zu den Qualitätsstufen Crianza, Reserva oder Gran Reserva heranreifen.

 

Boden

Die Böden der D.O.Ca Rioja lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen: 25 Prozent sind Lehm-Kalk-Böden, die Rotweine mit leuchtender Farbe sowie charaktervolle Weiße hervorbringen. Diesen Bodentyp findet man vor allem im Teilgebiet Rioja Alavesa sowie in der Rioja Alta. Weitere 25 Prozent des Gebiets besitzen eisenhaltige Lehmböden, die sich neben der Erzeugung von Rotwein hervorragend für Rosé eignen; 50 Prozent sind Böden aus Flussablagerungen, die Rot- und Weißweine mittleren Körpers hervorbringen. Die zwei letzteren Bodentypen herrschen in großen Teilen der Rioja Baja vor. Die Gleichung Boden-Weintyp kann dabei jedoch immer nur eine Faustregel sein, da es erstens unendlich viele Mischboden-Varianten gibt und zweitens neben der Bodenbeschaffenheit immer auch das Klima eine entscheidende Rolle für den Wein spielt.

C

Crianza

Die Qualitätsbezeichnung Crianza tragen Rotweine, die mindestens zwei Jahre gereift sind, davon wenigstens ein Jahr im Eichenfass. Diese Tropfen vereinen die frische Kirsch- und Himbeerfrucht des noch jungen Tempranillo mit der samtigen Textur, die ihnen der Barrique-Ausbau verleiht. In vielen Teilen Spaniens gilt Rioja Crianza als der quintessentielle Tapas-Wein: Er verträgt sich mit Schinken- und Käsehäppchen genauso gut wie mit gegrilltem Gemüse und anderen Vorspeisehäppchen. Weißweine und Rosés können ebenfalls das Prädikat Crianza führen. Dafür haben sie zwei Jahre obligatorischer Reife hinter sich, davon mindestens sechs Monate im Fass.

D

Dekantieren

Dekantieren bedeutet, einen Wein von der Flasche in eine Karaffe umzufüllen. Dies kann man aus zwei Gründen tun: Wein – vor allem junger Wein – entwickelt sein volles Aromenspektrum erst im Kontakt mit Sauerstoff. In der Karaffe kann er „atmen“ und sich so entfalten. Selbst etwas ruppige junge Weine, die ihre volle Trinkreife noch nicht erreicht haben, kann man so gefällig machen. Da Rioja-Weine aber beim Kauf grundsätzlich trinkreif sind, benötigen sie meist keine lange Belüftung. Eine Stunde in der Karaffe reicht in der Regel völlig aus. Dabei sollte man darauf achten, dass der Wein nicht zu warm wird: 16 Grad sind zum Dekantieren und als Serviertemperatur ideal; bei Tisch steigt die Temperatur dann automatisch noch etwas an. Bei alten Weinen dient das Dekantieren einem anderen Zweck: Im Laufe der Reifung kann sich am Flaschenboden ein so genanntes Depot aus abgesetzten Tanninen, Farbstoffe und Hefen bilden. Dieser Bodensatz ist kein Weinfehler, sondern ein natürliches Resultat der Weinalterung, schmeckt aber bitter und trübt den Wein, wenn das Depot aufgewirbelt wird. Durch vorsichtiges Umgießen trennt man darum den Wein vom Bodensatz. Die Entwicklung sehr reifer Weine in der Karaffe sollte man gut überwachen: Im Kontakt mit Sauerstoff können sie schnell „umkippen“.

 

D.O.Ca Rioja

D.O.Ca steht für „Denominación de Origen Calificada“ und bedeutet qualifiziertes, geschütztes Ursprungsgebiet. Insgesamt zählt Spanien 61 geschützte Ursprungsgebiete für Wein, aber nur zwei dürfen zusätzlich das Adjektiv „qualifiziert“ tragen, das sie an die Spitze der spanischen Qualitätspyramide rückt: Die Rioja erhielt 1991 diese Auszeichnung, gefolgt zehn Jahre später vom Priorat. Als einfache D.O. existiert die Rioja bereits seit 1926 und war somit das erste Anbaugebiet des Landes mit dieser Bezeichnung und der damit einhergehenden Qualitätsgarantie. Das D.O.Ca-Reglement legt wichtige Eckdaten wie die Anbaufläche, zugelassene Rebsorten, Höchsterträge, Weinbereitungstechniken sowie Art und Dauer des Ausbaus fest und wahrt so die Qualität und Typizität der Rioja-Weine. Die Einhaltung der D.O.Ca-Statuten wird vom Kontrollrat der D.O.Ca Rioja überwacht. Als Qualitätssiegel tragen alle Flaschen ein fälschungssicheres Etikett mit einer Kontrollnummer und dem Rioja-Logo.

E

Eichenfass

Ein Fass aus Eichenholz.

 

Ernte

In einem typischen Jahr findet die Weinlese in der Rioja zwischen Mitte September und Mitte Oktober statt. Gelesen wird per Hand, denn im Gegensatz zur Maschinenernte schont die Handlese Rebstöcke und Trauben und ermöglicht eine bessere Selektion des Ernteguts. Außerdem werden die Reben in der Rioja in der Regel nicht auf Draht gezogen, sondern wachsen in der traditionellen Buschform mit einem kurzen Stamm nah am Boden, was die Maschinenernte unmöglich macht. Hinsichtlich des Ernteertrags sind die Winzer an das D.O.Ca-Reglement gebunden, das aus Qualitätsgründen nicht mehr als 6500 Kilo rote oder 9000 Kilo weiße Trauben pro Hektar erlaubt. 2007 lag der Durchschnittsertrag bei 6789 Kilo pro Hektar.

F

Flaschenlagerung

Die Flaschenlagerung ist ein einzigartiges Qualitätsmerkmal von Rioja-Weinen. Nach der Kelterung und dem Barrique-Ausbau bewahren die Bodegas ihre Weine so lange in der Flasche auf, bis sie ihre Trinkreife erreicht haben. Erst dann kommen sie auf den Markt. Obwohl sich alle großen Weine erst nach einer gewissen Lagerzeit in der Flasche komplett entfalten, ist die Rioja das einzige Weingebiet der Welt, das die Flaschenreife in solch großem Umfang praktiziert und sogar im D.O.Ca-Reglement vorschreibt.

G

Garnacha Blanca

Die weiße Traube Garnacha Blanca ist wahrscheinlich eine Mutation der roten Garnacha Tinta, der sie in vielem ähnelt: Wie ihre rote Schwester ergibt sie weiche, körperreiche Weine mit hohem Alkoholgehalt und fruchtig-blumigen Aromen. In ihrem Heimatland Spanien ist sie auf circa 25.000 Hektar verbreitet, belegt in der Rioja aber nur winzige 14 Hektar.

 

Garnacha Tinta

Die Garnacha-Tinta-Traube wächst in der Rioja auf rund 6450 Hektar; das sind elf Prozent der riojanischen Rebfläche. Ihre blassrote Farbe täuscht: Sie bringt körperreiche Weine mit einem Alkoholgrad von bis zu 18 Volumenprozent hervor. Im Aroma ist sie fruchtig-süß und tanninarm. Aufgrund ihres hohen Alkoholgehalts, ihrer geringen Säure und ihrer Neigung zur Oxidation wird sie gewöhnlich mit anderen Sorten verschnitten – so auch in der Rioja, wo sie der wichtigste Assemblage-Partner des Tempranillo ist. Die Garnacha-Rebe eignet sich ideal für den Anbau in südlichen Ländern, da sie außerordentlich resistent gegen Hitze und Trockenheit ist. In weißen Rioja-Weinen findet die weiße Schwestertraube der Garnacha Tinta, die Garnacha Blanca, Verwendung.

 

Gran Reserva

Der Gran Reserva ist die Spitze der riojanischen Qualitätspyramide. Weine mit diesem Prädikat dürfen nur in Jahrgängen gekeltert werden, die der Kontrollrat der D.O.Ca Rioja als ausgezeichnet bewertet hat. Mindestens zwei Jahre Ausbau im Eichenfass und weitere drei Jahre Lagerung in der Flasche sind Bedingung, bevor rote Gran Reservas verkauft werden dürfen. Diese Spitzenweine sind rund und samtig, tanninreicher als ein Crianza oder Reserva und zeigen typischerweise ein komplexes Bouquet mit Noten von dunklen Beeren, Leder, Tabak, Zedernholz, Gewürzen und Orangenschale. Voll entfalten können sie sich zu saftigen Schmorgerichten aus Fleisch oder Wild mit kräftig abgeschmeckten Saucen. Die Mindestlagerzeit für Weißweine und Rosés mit dem Gran-Reserva-Siegel beträgt vier Jahre, davon entfallen mindestens sechs Monate auf den Barrique-Ausbau.

H

Handernte

Handarbeit ist ein Synonym für Qualitätsarbeit – auch im Weinberg. Spitzenwinzer lesen ihre Trauben ausschließlich von Hand, denn das garantiert Sorgfalt und rigorose Selektion. Beschädigte Beeren werden schon beim Schneiden am Stock entfernt, und bevor die Trauben in den Keller kommen, werden sie oft auf einem Tisch oder Laufband nochmals sortiert. Nun ist es aber nicht so, dass Erntemaschinen per se zu verteufeln wären. Im Gegenteil, es gibt Situationen, in denen sie dem Menschen sogar voraus sind, zum Beispiel, wenn schlechtes Wetter droht und es schnell eine große Fläche abzuernten gilt. Die Maschine erledigt einen Hektar in wenigen Stunden – ein Mensch braucht dafür mehrere Tage. Auch haben die Vollernter von heute nur noch wenig mit den Höllenmaschinen zu tun die früher grob durch die Rebzeilen fuhrwerkten. Inzwischen werden die reifen Früchte in der Regel durch Schläge auf das Laubdach vorsichtig abgeschüttelt und kommen weitestgehend intakt im Keller an. Erntemaschinen sorgen durch ihre Effizienz letztlich mit dafür, dass es neben exklusiven Spitzengewächsen, für die kein Aufwand zu groß ist, auch leckere Alltagsweine zum kleinen Preis gibt.

I

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J

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K

Klima

Die D.O.Ca Rioja steht sowohl unter Atlantik- als auch unter Mittelmeereinfluss. Je nach Teilgebiet dominiert der eine oder andere Klimafaktor. In der Rioja Alta herrscht atlantisches Klima und sorgt für eine Durchschnittstemperatur von 13 Grad Celsius und eine jährliche Niederschlagsmenge von 380 Litern pro Quadratmeter. Das Mittelmeer gibt in der Rioja Baja den Ton an, wo die Temperatur auf 14,4 Grad Celsius steigt und nur 280 Liter Regen pro Jahr fallen. Am kühlsten und niederschlagreichsten ist das Klima der Rioja Alavesa, die zwar gleichzeitig von Atlantik und Mittelmeer beeinflusst wird, aber in Höhenlagen von fast 500 Metern liegt, was eine Durchschnittstemperatur von nur 12,7 Grad Celsius mit 520 Litern Niederschlag pro Jahr zur Folge hat.

 

Kontrollrat

Der Kontrollrat der D.O.Ca Rioja (auf Spanisch: Consejo Regulador) ist die Regulierungsinstanz der geschützten Ursprungsbezeichnung. Seine Aufgabe ist es, die Richtlinien für Anbau und Erzeugung der Rioja-Weine festzulegen und ihre Einhaltung zu überwachen, mittels technischer Analysen die Qualität der Weine von der Bodega bis zum Verbraucher sicherzustellen sowie ihre Vermarktung zu unterstützen. Außerdem bewertet er jeden Jahrgang je nach Qualität „gut“, „sehr gut“ oder „ausgezeichnet“. Der Kontrollrat setzt sich aus Weinbauern und -produzenten, Önologen, Juristen und Marketing-Profis zusammen und hat seinen Sitz in Logroño. Er untersteht dem Nationalen Institut für geschützte Ursprungsbezeichnungen (I.N.D.O.), das wiederum dem Landwirtschaftsministerium angegliedert ist. Amtierender Präsident des Consejo Regulador der D.O.Ca Rioja ist José María Daroca.

L

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M

Malvasía

Die weiße Malvasía-Traube stammt vermutlich aus dem antiken Griechenland, wo sie als Lieferantin exzellenter Süßweine geschätzt war. Noch heute werden aus dieser Sorte, die in unzähligen Varianten existiert, vor allem Süßweine erzeugt, etwa in Italien oder auf Madeira. In der Rioja ist die Spielart Malvasía Riojana heimisch, die heute zwar nur noch auf 55 Hektar angebaut wird, aber unverzichtbare Zutat für viele fassgereifte Weißweine ist. Sie verleiht den Weinen feine Vanille- und Moschusaromen sowie viel Körper und Schmelz.

 

Mazuelo

Die Mazuelo-Traube hat von allem ein bisschen mehr: Tannin, Säure, Farbe, Alkohol, und selbst im Ertrag übertrifft sie alle anderen roten Rioja-Sorten. Mit rund 1670 Hektar sind rund 2,5 Prozent der riojanischen Rebfläche mit Mazuelo bepflanzt. Die Weine sind sehr widerstandsfähig gegen Oxidation, was sie als Verschnittpartner interessant macht.

N

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O

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P

Produktionsmenge

Im Jahr 2015 produzierten die ca. 595 Bodegas der D.O.Ca Rioja insgesamt 319 Millionen Liter Wein. 298 Mio. Liter wurden letztlich vom Kontrollrat genehmigt (davon entfallen 16 Mio. auf Weiß-, 13 auf Rosé- und 268 Mio. auf Rotwein). Hauptexportländer sind Großbritannien, Deutschland, die Schweiz, die USA, Mexiko und Schweden.

Q

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R

Reserva

Reserva-Weine werden nur in Jahren erzeugt, die der Kontrollrat der D.O.Ca Rioja als sehr gut oder ausgezeichnet eingestuft hat. Bevor rote Reservas in den Handel kommen, müssen sie mindestens drei Jahre in Fass und Flasche reifen, davon ein Jahr obligatorisch in Barriques. Vielschichtig und gehaltvoll, mit Kirsch- und Beerenaromen sowie den dezenten Röst- und Vanillenoten des Barrique-Ausbaus passen diese Weine hervorragend zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch und Geflügel wie Lammkoteletts, Kalbssteak oder Brathähnchen, aber auch zu kräftig gewürzten mediterranen Fischgerichten. Für Weißweine und Rosés mit dem Prädikat Reserva gilt eine Mindestlagerzeit von insgesamt zwei Jahren, davon wenigstens sechs Monate im Fass.

 

Rioja Alavesa

Die Rioja Alavesa ist der baskische Teil der D.O.Ca Rioja: Sie liegt nördlich des Flusses Ebro im baskischen Hochland und verdankt ihren Namen der baskischen Provinz Álava. Mit rund 12.000 Hektar Reben zählt die Rioja Alavesa 21 Prozent der bestockten Gesamtfläche und ist somit die kleinste der drei riojanischen Unterzonen. Ihre bekanntesten Weinbaugemeinden heißen Laguardia, Labastida und Elciego. Der Atlantik sorgt in diesem Teilgebiet für ausgeprägte Jahreszeiten, und Höhenlagen von durchschnittlich 479 Metern über dem Meeresspiegel lassen die Temperaturen recht frisch ausfallen. Im Frühjahr und Sommer bringt dagegen das Mittelmeer warme, sonnige Tage. Unter diesen Klimabedingungen wachsen auf den Lehm-und Kalk-Böden der Rioja Alavesa sehr fruchtige, mineralische Weine mit schöner Farbe und mittlerem Säure- und Alkoholgrad.

 

Rioja Alta

Die Rioja Alta ist das Herzstück der D.O.Ca Rioja. Sie liegt vollständig in der Autonomen Region La Rioja, die dem Anbaugebiet seinen Namen gibt. Im Norden wird die Rioja Alta vom Ebro begrenzt, im Süden von der Sierra de la Demanda. Aktuell sind in diesem Teilgebiet rund 25.000 Hektar mit Reben bestockt; das sind 43 Prozent der bestockten Gesamtfläche. Bei atlantischem Klima und auf einer Höhe von durchschnittlich 380 Metern über dem Meeresspiegel wachsen hier auf sehr kalkhaltigen Böden Weine mit mäßigem Alkoholgehalt, feiner Frucht, viel Körper und präsenter Säure. In Haro und Logroño, den Zentren der Rioja Alta sind die größten und traditionsreichsten Bodegas der Rioja ansässig.

 

Rosado

Rosado oder zu deutsch Rosé entsteht aus roten Trauben, die zunächst den gleichen Weg gehen wie bei der Rotweinerzeugung: Der Most teilt sich den Gärtank mit den Traubenschalen und -kernen, wird aber im Gegensatz zum Rotweinmost schon nach wenigen Stunden abgepumpt, wenn er die gewünschte rosa Farbe angenommen hat. Dann vergärt er ohne die Maische. Wie Rotweine und Weißweine können auch Rosados im Eichenfass (Barrique) reifen, doch in der Praxis kommen sie meist als spritzige Jungweine ohne Holzausbau auf den Markt. Rund vier Prozent aller Rioja-Weine werden als Rosado gekeltert.

 

Rotwein

Rund 90 Prozent der Rioja-Weine sind rot. Sie werden hauptsächlich aus der Tempranillo-Traube gekeltert, ergänzt durch kleine Anteile Graciano und Mazuelo. Seit dem Jahrgang 2007 dürfen außerdem die lange vergessenen, heute wiederentdeckten einheimischen Rebsorten Maturana Tinta, Maturana Parda und Monastel verwendet werden. Bei der Rotweinerzeugung wird der Traubenmost zusammen mit der Maische, also den Beerenhäuten und Kernen, vergoren. Aus den Schalen zieht der Wein seine rote Farbe (das Fruchtfleisch von roten Trauben an sich ist farblos und ergibt einen klaren Saft); aus den Kernen bekommt er die Tannine, die ihm sein Rückgrat geben. Der fertig vergorene Wein wird von der Maische getrennt und zur Abrundung je nach Qualitätsstufe eine vorgeschriebene Zeit lang im Tank oder im Eichenfass (Barrique) und in der Flasche gelagert.

S

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T

Tempranillo

Die Tempranillo-Traube zählt zu den edelsten Rebsorten der Welt und ist die wichtigste spanische Keltertraube. In der Rioja hat sie ihre Hochburg: Rund 50.000 Hektar sind hier mit ihr bestockt, das sind 78 Prozent der Gesamtrebfläche. In der Assemblage roter Rioja-Weine macht sie typischerweise 60 bis 90 Prozent aus. Tempranillo bedeutet wörtlich übersetzt „kleine Frühe“, ein Name, den die Traube ihren kleinen Beeren und ihrer frühen Reife verdankt. Ihre dicken Beerenhäute enthalten viel Tannin, das den Weinen eine kräftige Struktur und ein großes Lagerpotenzial verleiht. Dennoch sind Tempranillo-Weine nicht wuchtig-rustikal, sondern schlank und elegant mit einem mäßigen Alkoholgrad von 11 bis 13 Volumenprozent und einer samtigen Weiche, die sie schon in jungem Alter trinkreif macht. Das Aromenspektrum des Tempranillo reicht von der frischen Kirsch- und Himbeerfrucht eines Crianza über die Beerenaromen und dezenten Röstnoten des Reserva bis zum komplex-würzigen Bouquet mit Leder- und Tabaknoten, das einen Gran Reserva auszeichnet. Die Herkunft der Traube ist nicht eindeutig geklärt, doch nehmen Rebforscher an, dass sie vom Pinot Noir (Spätburgunder) abstammt, den französische Mönche auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela in Spanien einführten.

 

Trinkreife

Als Trinkreife bezeichnet man den optimalen Genusszeitpunkt eines Weins. Vor allem große Weine gewinnen mit der Lagerung an Qualität: Sie werden runder und komplexer, die Tannine werden weicher, und die Aromen entwickeln sich. Ihren gustativen Höhepunkt erreichen viele Weine erst nach einigen Jahren. Dennoch werden die meisten Weine sofort nach der Flaschenabfüllung in den Verkauf gebracht, was dem Verbraucher nicht nur Kenntnisse über ihre zukünftige Entwicklung, sondern auch Lagerkapazität abverlangt. Um das zu vermeiden, kommen Rioja-Weine grundsätzlich trinkreif auf den Markt. Nach dem Fassausbau werden sie so lange in der Flasche gelagert, bis sie zum sofortigen Genuss bereit sind. Ein Crianza ist zum Verkaufszeitpunkt mindestens zwei Jahre alt, ein Reserva mindestens drei Jahre und ein Gran Reserva mindestens fünf Jahre. Die Weine können im Privatkeller aber durchaus noch einige Jahre länger aufbewahrt werden. Als Faustregel gilt: Je besser der Jahrgang und je höher die Qualitätsstufe, desto langlebiger ist der Wein.

U

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V

Vino Joven

Vino Joven heißt wörtlich „junger Wein“ und bezeichnet einen unkomplizierten Tropfen, der nicht älter als ein oder zwei Jahre ist und gar nicht oder nur kurz im Eichenfass ausgebaut wurde. Damit seine fruchtige Frische optimal zur Geltung kommt, sollte man ihn bald nach dem Kauf genießen. Wie alle Weine aus der D.O.Ca Rioja trägt der Vino Joven eine „Garantía de Origen“, eine Herkunftsgarantie.

 

Viura

Die Viura-Traube ist die meistangebaute Weißweinsorte Spaniens. Landesweit wächst sie auf knapp über 50.000 Hektar und ist vor allem in Nordspanien verbreitet. So belegt sie auch in der Rioja mit rund 4000 Hektar (über 95 Prozent der Weißwein- und sieben Prozent der Gesamtfläche) den Spitzenplatz unter den weißen Trauben. Sie ist sehr ertragreich und ergibt blumig-fruchtige Weine mit ausgewogener Säure, die sich dank ihrer Stabilität auch für den Ausbau im Barrique-Fass eignen.

W

Weinproduktion

Landwirtschaftlicher Anbau von Wein.

 

Weinberge

Die Weinberge der D.O.Ca Rioja liegen in Nordspanien, wo sie sich als 40 Kilometer breiter Streifen über eine Länge von 100 Kilometern auf beiden Seiten des Mittellaufs des Flusses Ebro erstrecken. Im Norden werden sie von den Ausläufern des Kantabrischen Gebirges begrenzt, im Süden von der Sierra de la Demanda. In Terrassen steigen sie von der Flusssenke in die Höhenlagen bis zu einer Höhe von 700 Metern an. Die Gesamtfläche, auf der Reben angebaut werden dürfen, beträgt 63.570 Hektar, verteilt auf 144 Weinbaugemeinden in den Autonomen Regionen La Rioja (die dem Wein seinen Namen gibt), Navarra und Baskenland. Das Anbaugebiet wird in drei Unterzonen unterteilt, die sich in Klima, Boden und Weinstil unterscheiden: die Rioja Alta, die Rioja Baja und die Rioja Alavesa.

 

Weißwein

Die Weißweine der Rioja werden traditionell aus der Hauptsorte Viura sowie kleinen Teilen Malvasía und Garnacha Blanca gekeltert. Neu zugelassen sind seit dem Jahrgang 2007 außerdem die alten spanischen Sorten Maturana Blanca, Tempranillo Blanco, Turruntés und Verdejo sowie – in begrenzter Menge – die französischstämmigen „Weltenbummler“ Chardonnay und Sauvignon Blanc. Weißwein entsteht, indem man die Trauben presst und den Saft ohne Schalen und Kerne vergären lässt. In der Rioja sind zwei Weißweinstile vertreten: frische, fruchtige Tropfen, die im Edelstahltank vinifiziert wurden, sowie ein runder, buttriger Typus, der seinen Schmelz den Ausbau im Eichenfass (Barrique) verdankt. Weißweine machen circa sechs Prozent der Rioja-Produktion aus.

 

Winzer

In der Rioja ernten rund 19.000 Winzer ihre eigenen Trauben. Nur ein Teil davon keltert selbst Wein, die Mehrheit liefert ihre Ernte an eine Bodega oder eine der 27 Genossenschaften, die insgesamt 800 Mitglieder zählen. Üblicherweise schließen Winzer und Bodegas langfristige Zulieferverträge, in denen verbindliche Qualitätskriterien vereinbart werden.

X

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Y

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Z

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