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Jahrgangsbeurteilungen

JAHRGANG 2006

Offizielle Beurteilung des Jahrgangs: "SEHR GUT".

Menge des zugelassenen Weins: 277,50 Millionen Liter.

- Rotwein: 251,36 Millionen Liter.
- Weißwein: 14,54 Millionen Liter.
- Rosé: 11,60 Millionen Liter.

Die Vollversammlung des Kontrollrats der Qualifizierten Herkunftsbezeichnung D.O. Ca. Rioja hat die Entscheidung getroffen, den Jahrgang 2006 mit der Wertung "Sehr gut" zu beurteilen. Dieser Jahrgangsbeurteilung liegen die kürzlich verabschiedeten neuen Anforderungen zu Grunde, die im Vergleich zu den bisherigen Kriterien wesentlich strenger definiert sind. Die Beurteilung erfolgte nach Auswertung der Qualifizierungsprozesse, die alle Weine durchlaufen mussten, um die Bezeichnung Qualifizierte Herkunftsbezeichnung Rioja tragen zu dürfen. Dieser Erfolg ist sowohl auf die günstigen klimatischen Verhältnisse während eines Großteils des Wachstumszyklus der Weinreben zurückzuführen als auch auf die große Professionalität der riojanischen Winzer und Önologen.

Das Erntevolumen von insgesamt 421 Millionen Kilogramm Trauben, das im Laufe der Weinernte 2006 auf den derzeit 60.389 Hektar Weinland der Qualifizierteen Herkunftsbezeichnung Rioja gelesen wurde, erfüllte die Prognosen des Kontrollrats, der eine etwas geringere Ertragsmenge als im Vorjahr vorausgesagt hatte. Voraussetzung dafür war allerdings ein verantwortungsvolles Handeln seitens der riojanischen Winzer in Bezug auf die Einhaltung der maximal zulässigen Ertragsmengen, die im Rioja-Gebiet mit 6.500 kg/ha für rote und 9.000 kg/ha für weiße Trauben deutlich unter denjenigen der meisten anderen Anbaugebiete liegen. Sie dienen in erster Linie der Optimierung der Traubenqualität sowie der Erhaltung des Gleichgewichts in der Entwicklung des Herkunftsgebiets Rioja. Die Weinbauern haben die am besten geeigneten Anbautechniken konsequent angewendet, um besagtes Ziel zu erreichen, so zum Beispiel das Entfernen von Trauben während der Reife (das sog. Auslichten) oder die selektive, abgestufte Weinlese, die infolge der Reifeentwicklung der Trauben gegen Ende des Wachstumszyklus notwendig wurde.

Nach einem Wachstumszyklus, in dessen Verlauf die im Unterboden angesammelten Wasserreserven des Winters ein günstiges Wachstum der Weinstöcke im Frühjahr ermöglichten, und damit imstande waren, die hohen Temperaturen und die Trockenheit der Sommermonate etwas auszugleichen, präsentierte sich der allgemeine Zustand der Weinreben kurz vor Beginn der Weinlese äußerst positiv, sowohl hinsichtlich der Gesundheit als auch der Menge der vorhandenen Trauben. Die Weinlese wurde dann zwischen dem 1. September und dem 27. Oktober abgestuft und selektiv durchgeführt, immer unter Berücksichtigung der Reifeentwicklung in den verschiedenen Weinbergen, so dass der größte Teil der geernteten Trauben zum Zeitpunkt ihrer optimalen Reife eingefahren werden konnte, d. h., mit angemessenem Zuckergehalt und optimaler Farbe..

Ablauf des Wachstumszyklus

Die Wachstumspause dieses Vegetationszyklus war geprägt durch geringe Niederschläge im gesamten Bereich der Herkunftsbezeichnung. Die geringe Niederschlagsmenge setzte sich auch in der Zeit vor dem Austrieb und während desselben fort. Der Austrieb war im Allgemeinen gut und er fand zu den für die Rioja üblichen Zeiten statt. Die Technischen Dienste des Kontrollrats stellten eine im Allgemeinen gute Austriebsquote von 100% der für den Winterschnitt maßgeblichen Augen fest. Auch die Fruchtbarkeit war sehr zufrieden stellend mit Werten von 1 bis 1,1 Trauben pro Trieb bei der weißen Sorte Viura, 1,1 bis 1,6 bei den Sorten Tempranillo, Graciano und Mazuelo sowie 1,4 bis 1,9 bei der Traubensorte Garnacha. Der Fruchtansatz war in allen Weinbergen des Anbaugebiets bis Mitte Juni abgeschlossen, was gegenüber dem vorangegangenen Wachstumszyklus immer noch einem Vorsprung von einer Woche gleichkam. Im Allgemeinen war der Fruchtansatz bei allen Sorten recht gut. Bei der Sorte Garnacha war er jedoch öfters ungleichmäßig und es kam bisweilen zum Verrieseln der Trauben.

Bezüglich des Wasserbedarfs der Weinstöcke ist festzustellen, dass die Niederschlagsmenge und die gleichmäßige Verteilung der Niederschläge über den ganzen Zyklus ausreichten, um die Reben vom Austrieb bis zum Abschluss des Fruchtansatzes zu versorgen. Verschiedene Ortschaften der Untergebiete Rioja Alta und Rioja Baja waren in unterschiedlicher Weise vom Hagel betroffen. Gegen Ende des Monats Juli wiesen die Reben einen guten Gesundheitszustand auf und der Vegetationszyklus zeichnete sich weiterhin durch einen gewissen Vorsprung aus. Die Niederschläge lagen deutlich über denjenigen des Vorjahres und verteilten sich über beinahe das ganze Herkunftsgebiet, was die Entwicklung einer bedeutenden pflanzlichen Masse begünstigte. Die diesjährige Wasserreserve lag deutlich über derjenigen des Vorjahres, und dementsprechend war auch die Gefahr von Pilzkrankheiten wesentlich größer. In der Tat traten dann auch verschiedene Plagenherde mit falschem Mehltau auf, der sowohl das Reblaub als auch die Trauben (auch die trockenen) befiel; vereinzelt kam es auch zu Befall von Mehltau, Spinnmilbe und Traubenwickler. Ganz allgemein mussten die Winzer im Bereich der Schädlingsbekämpfung große Anstrengungen unternehmen, um die negativen Auswirkungen der ungünstigen Witterungsverhältnisse unter Kontrolle zu behalten.

Der Monat August war dann von sehr geringen Niederschlagsmengen und sehr wenigen Gewittern gekennzeichnet; die Temperaturen waren milder und fielen in der Nacht auf sehr tiefe, für diese Jahreszeit ungewöhnliche Werte. Dies bewirkte eine deutliche Verlangsamung der vegetativen Entwicklung, die dazu beitrug, dass der bisher gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Vorsprung praktisch aufgehoben wurde. Gegen Ende des Monats August wiesen die Weinreben eine positive vegetative Entwicklung und einen guten Gesundheitszustand auf. Auch die Wasserreserven waren zu diesem Zeitpunkt immer noch ausreichend. Das trockene und sonnige Wetter mit milden Temperaturen am Tag und tiefen Temperaturen in der Nacht bot ideale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss des Reifungsprozesses der Trauben.

Die Weinlese begann am 1. September in der Gemeinde Alfaro (Rioja Baja) mit der Traubensorte Tempranillo. In den darauf folgenden Tagen wurde auch in den Gemeinden Aldeanueva de Ebro und Azagra geerntet, und schließlich weitete sich die Weinlese auf das gesamte östliche Herkunftsgebiet aus, wobei zuerst die weißen Trauben der Sorte Viura sowie die roten Rebsorten mit beinahe ausgetrockneten Trauben gelesen wurden. Während der ersten Septembertage konnte die Reifeentwicklung als korrekt und im Vergleich zu den Mittelwerten des Herkunftsgebiets als zeitlich normal eingestuft werden. Die hohen Temperaturen unterbrachen jedoch diese einheitliche Entwicklung, insbesondere in Hinblick auf die Farbparameter, und ab diesem Moment kam es zu starken Unregelmäßigkeiten im Reifeprozess, weshalb eine abgestufte und selektive Weinlese notwendig wurde.

Die Lese der roten Traubensorten wurde dann in den Weinbergen mit mäßiger Produktion ununterbrochen weitergeführt und Mitte September begann dann die Lese der weißen Trauben auch im Zentrum des Herkunftsgebiets. Die Entwicklung des Zuckergehalts verlief normal, während die Farbentwicklung etwas Verspätung aufwies, wobei bei den einzelnen Weinstöcken in Abhängigkeit ihrer Fruchtlast erhebliche Unterschiede festzustellen waren. In den letzten zehn Septembertagen begann die Weinlese der roten Sorten dann auch in den Untergebieten der Rioja Alta und der Rioja Alavesa, sodass Anfang Oktober im gesamten Herkunftsgebiet gelesen wurde. Die klimatischen Bedingungen waren während einer weiteren Woche äußerst positiv, und das eingefahrene Traubengut wies einen sehr guten Gesundheitszustand auf. Als bereits 90% der Weinlese beendet war, setzte Mitte Oktober erneut wechselhaftes Wetter mit zahlreichen Niederschlägen ein. Diese ungünstigen klimatischen Verhältnisse dauerten an, bis am 27. Oktober schließlich die letzten Trauben gelesen wurden.